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Buchhandlung, Schulterblatt 55
Brasserie Raval, Neuer Kamp 9
Subvert Store, Neuer Pferdemarkt 32
Lockengelöt, Wohlwillstraße 20
KunstKiosk, Paul-Roosen-Straße 5
TT hoch 3, Beim Grünen Jäger 10
St. Pauli-Archiv, Wohlwillstr. 28
Strips & Stories, Seilerstrasse 40
Heinrich Heine Buchhandlung, Grindelallee 26

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Die Papiertüte kommt - Wie ein Senat sich um den Verstand sichert

Sprechen wir über Fantasie. Ein Unwort. Motor der Spielzeugindustrie und Ausrede für jeden inhaltlich ungenügenden Spielfilm. Fantasie ist schwammig. Fantasie wird auf jeder schlechten Platte mindestens einmal besungen. Fantasie ist das, was Politiker dazu bringt einer ganzen Stadt das Bier trinken zu verbieten, weil am Hauptbahnhof Obdachlose in die Büsche urinieren.

Ich dachte eigentlich das Sprichwort "Mit Kanonen auf Spatzen schießen", wäre etwas angestaubt. Da habe ich mich vertan, das Bürgerrecht ist angestaubt, die Entscheidungsfreiheit ist angestaubt, alter Käse ist wieder hip, hauptsache er stinkt. Obdachlose pinkeln in die Büsche. Bürger die sich bedroht fühlen. Ich bin Bürger, ich fühle mich bedroht. Von der Hilflosigkeit im Denken der Regierenden, von ihrem mangelndem Wissen in Bezug auf Bürgerrechte, warum es die gibt und wo die herkommen. Ich kriege Angst wenn ich daran denke, dass die Polizei in Hamburg, als Exekutive, das Recht hat die Bürgerrechte eigenhändig einzuschränken. Ohne Prüfung durch irgendwen, einfach so, weil sie eine Gefahr sieht.

Ich sehe ständig Gefahren. Auto fahren ist ziemlich gefährlich, Fahrrad fahren, sogar kochen, denn es könnte passieren, dass vergessen wird den Herd auszustellen. Manchmal klingel ich an den Türen meiner Nachbarn, wenn ich im Hausflur rieche, dass sie Speisen auf dem Herd zu bereiten. "Sie wissen schon, was da alles passieren kann", sage ich dann und die Nachbarn blicken beschämt zu Boden "Ja, ist ja richtig. Man gönnt sich ja sonst nichts. ich bin auch vorsichtig". Und dann machen sie die Türe zu, schieben sich mit gefährlichen und spitzen Gegenständen, das hochgefährlich zubereitete Essen in die Münder und setzen sich danach in ihr Auto und fahren weg. Die Nachbarn. Adrenalinjunkies. Draufgänger. Beatnicks. Sie gehören verboten.

Obdachlose und Drogensüchtige sind gemein gefährlich. Sie pinkeln einfach so in den Busch. Früher haben die Leute in Manchester immer in Pötte gepinkelt und ihren Urin an die Gerbereien verkauft. Damit wurden dann die Manchesterhosen eingerieben und daher auch das schöne Sprichwort "I Haven´t got a pot to piss in", wenn da wer sagen will, ich bin so arm, ärmer gehts nicht. Gerade im Winter ist die Gefahr von Wildpinklern nicht zu unterschätzen, der Urin gefriert und Menschen rutschen darauf aus. Als ich noch in der Hein-Hoyer-Straße gewohnt habe, da haben mir regelmäßig MitbürgeInnen in den Hauseingang gepisst. Das waren keine Obdachlosen. Sie besaßen schöne Schuhe, teure Jacken und Geld, welches sie in die Herbeiführung eines geistigen Nullzustands investierten. Sie hatten Wohnungen in irgendeinem anderen Stadtteil, in dem es solche Probleme nicht gab, denn sonst hätten sie ja gewusst, wie sehr es nervt, wenn einem jeden Tag eine/r vor die Tür pisst. Wenn es einmal gelang jemanden zur Rede zu stellen, dann wurden sie frech und laut, brüsteten sich und sprachen von körperlicher Gewalt. Es mögen diese oder andere Menschen sein, die sich gestört fühlen, wenn sie ihr verdientes Geld spazieren führen und um etwas Kleingeld gebeten werden. Es sind doch meistens die, die sich selber benehmen wie die Sau, die dann da stehen und für alles was ihnen nicht passt ein Gesetz brauchen.

Ich möchte Herrn Ahlhaus und die anderen Witzfiguren die sich regelmäßig im Senat zum "Die beschissenste Idee gewinnt" Spiel treffen gerne mal fragen, inwiefern sie die Bedrohung durch Obdachlose aus eigener Erfahrung kennen. Herr Ahlhaus wurde schließlich bereits in der gepanzerten Limousine in die Stadt gebracht und sieht die Welt nur durch schusssichere Scheiben. Herr Ahlhaus wohnt in einem Haus, dass besser bewacht ist als die Innerkoreanische Grenze. Herr Ahlhaus hat den Horizont eines 13-jährigen Jungen aus Blankenese- Er ist noch nie alleine U-Bahn gefahren. Herr Ahlhaus das ist nicht schlimm, dass woran sie leiden, nennt man Angst vor dem Unbekannten. Es ist der Grund warum Menschen auf dem Sterbebett zu Gott finden. Herr Ahlhaus, um es mit den Worten von Udo Lindenberg zu sagen - Hinterm Golfplatz geht es weiter.

Politiker sind offenbar Menschen die mit Gehwegplatten Nägel in die Wand schlagen und alles mit Gaffaband flicken. Stromleitungen, Wasserrohre, Stützpfeiler, Bremsschläuche Dachbalken und Risse im Gemäuer. Das halte ich nicht für sicher.

Ich könnte noch stundenlang aufzählen was so alles unsicher ist. Aber um den Wahnsinn zu begreifen reicht eigentlich eins. Armut ist unsicher, aber nur für die, die kein Geld haben.

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